Ausbildung

Der 9. Berufsinfotag in Jülich

Den richtigen Beruf für sich zu finden und den Weg dorthin zu beschreiten, das stellt für viele Schüler eine große Herausforderung dar. Um ihnen im Berufsdschungel einen Überblick zu verschaffen präsentierten  65 Aussteller ihre Stände auf dem 9. Berufsinfo-Markt im Berufskolleg Jülich. Dienstleister, Handwerker, Behörden, soziale Einrichtungen und auch verschiedene Schulen präsentierten ihre Ausbildungsberufe oder (duale) Studiengänge und informierten Interessenten über ihre Berufsangebote. Der Berufsinfo-Markt half somit zum einen Unentschlossenen dabei, ihre Vorlieben und Fähigkeiten besser zu fokussieren, zum anderen bot er die Möglichkeit, direkt vor Ort seine Bewerbung für eine Ausbildungsstelle oder ein Praktikum zu hinterlassen.
Viele Schulen fanden mit einzelnen Klassen den Weg nach Jülich. Selbstverständlich waren aber auch Einzelpersonen herzlich willkommen. Jeder konnte auch an den zahlreichen Workshops und Mit-Mach-Aktionen teilnehmen. Dennoch seien Veranstaltungen wie diese nicht nur für Schüler interessant, so Bewerbungstrainerin Irmgard Barth. Auf dem Berufsinfo-Markt bot sie unter Anderem Workshops zu „dos und don’ts“ im Vorstellungsgespräch an. Auch sollten mehr Studierende das Angebot nutzen, sich anonym und unverpflichtend über verschiedenste Berufsbilder zu informieren. Denn die Zahl der Studienabbrecher und deren Selbstmordrate stiege stetig an.

Viele Neuigkeiten über bekannt geglaubte Ausbildungen

Das große Interesse, sich tatsächlich einmal tiefergehend über eine Ausbildung zu informieren, blieb jedoch an vielen Ständen aus. Vielleicht fehlte bei einigen der Mut, die freundlichen Aussteller anzusprechen, vielleicht herrschen bei manchen aber auch noch Vorurteile gegenüber verschiedenen Ausbildungsberufen vor. Beispielsweise ist weitgehend bekannt, dass eine Lehre als Bankkaufmann/-frau ausschließlich mit dem Abitur oder dem Fachabitur begonnen werden kann. Beim Stand der Sparkasse Düren konnte man jedoch erfahren, dass man bei der Sparkasse
durchaus auch mit einem Realschulabschluss die Chance auf einen Ausbildungsplatz hat. Das Bewerbungsverfahren startet im Internet mit einem kurzen Eignungstest, den man auch nach der 10. Klasse bestehen könne und man somit ins weitere Auswahlverfahren komme. Wichtig für die Banklehre sei eher eine offene und freundliche Persönlichkeit, da man in diesem Berufsbild schließlich mit Kunden in Kontakt trete. Doch auch, wenn die Bewerbungen online abgegeben werden, konnte man seinen Namen direkt am Stand hinterlassen, um Interesse an einer Ausbildung oder einem Praktikum zu zeigen und berücksichtigt zu werden.

Praktische Erfahrung in Pflegeberufen sammeln

Vor allem in Pflegeberufen mangelt es an Auszubildenden. Ein Grund dafür sind die sehr anspruchsvollen Aufgaben dieses Berufsfeldes. In Krankenhäusern wie dem St. Marien-Hospital in Düren kann man jedoch neben den Branchenspezifischen Berufen wie Krankenpfleger/-in, Hebamme oder Chirurgisch technische/-r Assistent/-in auch Fachinformatiker/-in oder
Informatikkaufmann/-frau lernen. Man solle die Pflegeberufe jedoch erst einmal testen, um herausfinden zu können, ob einem der Beruf zusagt. Oft überraschten derart vorurteilsvolle Berufsbilder. Auch das St. Marien-Hospital bietet viele Gelegenheiten wie Praktika und die Möglichkeit des freiwilligen sozialen Jahres, um diese Ausbildungen kennen zu lernen.
der Kreis Düren als sicherer Arbeitgeber
Ein weiterer Grund für nicht allzu großes Interesse könnte beim Stand des Kreises Düren auch die Tatsache sein, dass alle Ausbildungsstellen für das Jahr 2018 schon besetzt sind. Man solle sich aber schon jetzt für eine Ausbildung 2019 entscheiden. Die Bewerbungsverfahren beginnen vor allem bei Stadt und Kreis sehr früh. Denn die Ausbildungsstellen sind immer heiß begehrt. Das ist kein Wunder. Der Kreis Düren hat langfristig sichere Arbeitsstellen und ein qualitativ sehr hochwertiges Ausbildungsprogramm. Außerdem biete der Kreis Düren sehr vielfältige Ausbildungsberufe vom Fachinformatiker/-in über Kreissekretäranwärter/-in bis zum Vermessungstechniker/-in.
Vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten im öffentlichen Dienst bietet der Kreise Düren. Foto: Natalie Brocks

Berufe vor Ort testen

An einigen Ständen konnten sogar direkt vor Ort Berufsbilder praktisch ausprobiert werden. Die Aqus GmbH bietet verschiedene Ausbildungen in der Metall- und Elektrobranche wie beispielsweise Elektroniker/-in oder Mechatroniker/-in. Darunter kann sich nicht jeder etwas vorstellen. Doch an ihrem Stand konnte man selber einmal als Mechatroniker tätig werden und ein Diodenmännchen bauen. Es war ein kleines, selbststehendes Strichmännchen mit einer Leuchtdiode als Kopf, die selbstständig unter der Anleitung der Aqus-Azubis zusammengelötet und an eine Batterie angeschlossen wurde. Das kleine, selbstgebaute Figürchen konnte dann auch mit
nach Hause genommen werden. Diese praktische Arbeit lockte viele Interessenten. Darunter waren auch einige Mädchen, die sich sogar für eine Ausbildung interessierten und sich noch am Stand bewarben. Denn diese Berufe seien immer noch männerdominiert. Teilweise säße nur ein Mädchen in der gesamten Ausbildungsklasse. Das müsse aber nicht so sein. Die Metall- und Elektroindustrie sei durchaus für Mädchen und Frauen interessant, die gerne praktisch und vielfältig arbeiten.        (Text/Bilder Natalie Brocks)
 

Aktuelle Ausbildungsangebote für 2018 und 2019 finden Sie auf unserem Portal und auch auf unserer Facebookseite (einfach anklicken und schon kommen Sie zum aktuellen Angebot folgender Unternehmen und Ausbildungsspezialisten):


Aqus Ausbildungs- und Qualifizierungsservices GmbH

CSB-System AG

FH Aachen

Kreis Düren

Marienhospital Düren

Saint Gobain

Sparkasse Düren